Thermoholz: Patentiertes Verfahren erlaubt den Verzicht auf Tropenhölzer

Spezial-thermobehandeltes Holz von hagensieker

Über eine patentierte Spezial-Thermobehandlung (proGOODWOOD-Verfahren) werden heimische Harthölzer mit Hilfe von Wärme und Wasser karamellisiert: Verschiedene Zucker im Holz werden umgewandelt und wasseranziehende Substanzen so verändert, dass sich Wasser kaum noch im Holz anlagern kann. Darüber hinaus bietet das Thermoholz auch Pilzen, Moosen und Insekten keinen Lebensraum mehr und erhält so eine besondere Haltbarkeit. Die Wärme wird dabei in einem umweltschonenden Kreislaufverfahren, mit Verzicht auf Chemikalien, Lasuren und Lacke, erzeugt. Nach der Standardtrocknung wird das Schnittholz mittels Wärmebehandlung für etwa drei Tage in materialschonenden Sonderanlagen auf bis zu 210 °C erwärmt. Dadurch verändern sich die physikalischen Eigenschaften und die innere Struktur des Holzes nachhaltig.

Die Brenntemperatur wirkt sich darüber hinaus auch auf die Färbung des Holzes aus. Das Ergebnis der Thermobehandlung ist eine samtig-weiche Oberfläche, die je nach Holzart und Temperatur in den Farbtönen Goldbraun bis Ebenholzschwarz besticht. Darüber hinaus werden die Resistenzklassen 1 oder 2 nach DIN-EN 350 sowie eine um 50 bis 70 % verbesserte Dimensionsstabilität erreicht. Mit dem proGOODWOOD-Verfahren behandeltes Holz erreicht Dauerhaftigkeit, Dimensionsstabiliät und Feuchtigkeitsresistenz.

Heimische Harthölzer werden somit wasserfest und extrem belastbar.

Rohmaterial für die proGOODWOOD-Behandlung ist Laubholz aus heimischen Wäldern - vor allem Buche, Eiche, Esche, Aspe und Ahorn.

Grundsätzlich können alle Hölzer des deutschen Waldes mit dem von hagensieker patentierten proGOODWOOD-Spezialverfahren veredelt werden.

Der Einsatz von heimischen Hölzern ist gleich aus mehreren Gründen für umweltbewusste Bauherren interessant.

Bei der Behandlung der Hölzer kommen nur Wärme und Wasser zum Einsatz.

Die kurzen Transportwege des heimischen Holzes bedeuten weniger Energiebedarf und eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen; letzten Endes auch, weil Holz ein langlebiger CO2-Speicher ist.

Darüber hinaus wird die nachhaltig heimische Forstwirtschaft gestärkt, wertvolle Tropenholzressourcen hingegen werden geschont.